Ich hatte irgendwann vor vielen Jahren einmal davon gehört, daß es diesen Familienverband gibt. Es hatte mich nicht interessiert - damals. Erst Jahrzehnte später fing ich mir den "Virus" Familienforschung ein. Und natürlich nahm ich schon bald Kontakt auf zu den Bor(c)ks mit und ohne "c". Meine Hoffnung, so meinen eigenen Stammbaum vervollständigen zu können, war gering, aber ich war doch neugierig.
Nach einem ersten Schriftwechsel schickte mir der damalige Schriftführer Manfred Borck ein Päckchen. Inhalt: ein Stapel alter Mitteilungshefte. Mit einem Gefühl irgendwo zwischen neugierig und gelangweilt begann ich zu blättern. Plötzlich ein Gefühl wie ein Schlag in den Magen - Flugzeuge im Bauch. Da stand der Name meines Vaters. Und der meines Großvaters, meines Urgroßvaters. Ein kompletter Stammbaum, viel kompletter als alles, was ich bisher mühsam herausgefunden hatte. Mit Bildern, Lebensläufen und unglaublichen Details. Ich werde diesen Moment nie vergessen.
Und dann, ein gutes halbes Jahr später, kam das erste Verbandstreffen, und ich war natürlich dabei. Ich traf dort richtige Verwandte, von deren Existenz ich noch wenige Monate zuvor absolut nichts geahnt hatte. Plötzlich hatte ich eine riesige Familie. Dabei hatte ich immer gedacht, der letzte meiner Namenslinie zu sein, sie nur durch meine eigenen Kinder zu erhalten. Und jetzt? Meine jüngste Cousine ist gerade zur Welt gekommen - im Dezember 1998.